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Der Roadtrip Kommt ins Rollen!

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Ich paddel, steh auf und greife ans Rail meines Surfbretts und probiere mich in einer der an diesem Tag raren Tubes, in Praia Supertubos – Portugal, rein zu quetschen, als mir ein bekanntes Lächeln vier Meter entfernt über die Schulter paddelt. „Que pasa, Tio?“  Passt schon denk ich mir lachend und begrüße Aitor mir einer Umarmung.  Es ist mein erster Tag in Portugal. Es ist der zweite Tag seit ich mich schweren Herzens von meiner spanischen Heimat verabschiedet habe und es ist ziemlich genau ein Jahr her, dass ich Aitor genau hier kennen gelernt habe. Nach einem kurzem – wie klein ist die Welt und wie lustig, dass wir uns und beide genau am ersten Tag in Portugal wieder treffen – Gespräch, stellen wir fest, dass wir beide den Winter in Afrika verbringen wollen.

Ich war inzwischen diversen Einladungen, der durch ihre Gastfreundschaft überwältigenden Marokkaner, nachgekommen. Mal zum Essen in Kenitra, mal zum Salsa tanzen in Casablanca, mal zum Kickboxen in Rabat, mal  …, mal zum Surfen. Als ich Aitor wieder traf, wir hatten uns wenige Tage zuvor in El Jadida verabredet, komme ich erneut der Einladung seines Freundes Abderjahim nach. Nach einem Innereien Eintopf und ausgiebiger Siesta, geht es ins Hammam um daraufhin, den Tag mit einer unglaublich leckeren Tagine und Suppe abzurunden. Nichtsdestotrotz, sind wir beide voller Vorfreude, endlich aufs Land und raus aus den Städten zu kommen. Denn so schön wie es auch ist Gast zu sein, so lange sind die Nächte und phasenweise ist die Kommunikation ein wenig anstrengend.

Am nächsten Tag brechen wir früh auf und kommen wenige Stunden später, gerade zu spät, in Safi an wo die letzten Surfer das Wasser verlassen. Leider hatte inzwischen der Wind gedreht und der Wasserstand war bereits zu hoch. Was uns aber nicht davon abhalten sollte es doch noch zu probieren und wir es schlussendlich sogar vollbrachten uns jeweils eine einigermaßen akzeptable Welle zu ziehen.  Von Safi fahren wir weiter Richtung Essaouira, wo wir kurz nach Anbruch der Dunkelheit ankommen und in der wunderschönen Altstadt eine Suppe essen gehen. Doch so schön Essaouira auch ist, ist es auch windig und touristisch, und so bahnen wir uns den Weg weiter Richtung Süden, wo wir in Immsouane kurz nach Mitternacht einen schönen Schlafplatz finden.

Am nächsten Morgen, mache ich ziemlich direkt nach dem Frühstück, meine erste Erfahrung im Mountaintrail-Running, welches sich großer Popularität in Spanien erfreut und Aitor im Vorstand seines Vereines in Bilbao sitzt. Erst einmal auf dem dritten Hügel angekommen, den wir auf vermutlich eher ehemaligen Goattrails erstürmten, eröffnete sich uns eine beeindruckende Sicht, die auch den inzwischen perfekt laufenden Pointbreak Immsouanes offenbarte. Also runter vom Berg rauf aufs Surfboard. Was ein Tag denke ich mir als wir beide der Sonne beim Untergehen zuschauen, doch die Zeit drängt, mein Telefon klingelt : Younnes und Samir sind bereits in Tagazout und warten auf uns. Die beiden marokkanischen Surfer hatten wir in El Jadida kennen gelernt und sind mit weiteren acht Surfern aus dem Norden Marokkos zum Urlaub in den Süden gefahren. Das mit dem in Ruhe campen müssen wir also erstmal verschieben, denn die nächsten 5 Tage machen wir mit „La Clique“ Tagazout mit all seinen überfüllten Wellen unsicher und verbringen lange Nächte auf den Balkonen unserer Apartments. Aber auch nach fünf Tagen hält es uns weiter dort, denn Aitor hat sich ausgerechnet am letzten Abend, meinem Geburtstag, den Magen verdorben. Am darauf folgenden Tag hat er sich aber zum Glück erholt und wir fahren weiter Richtung Süden.

Wir erreichten gerade die nördlichen Ausläufer der Sahara, als es ungemütlich wurde. Vielleicht war es nicht gerade ein Sandsturm wie man ihn aus den Wüstenhorrorgeschichten kennt, jedoch war genug Sand in der Luft um die Sichtweite teils unter 50 Meter zu reduzieren. Etwa 200 Kilometer weiter südlich finden wir einen guten Schlafplatz gleich hinter einer großen Mauer die uns Schutz bietet. Am nächsten Tag, zwar hatte der Wind ein wenig nach gelassen, erwartet uns ein ähnliches Schauspiel. So machen wir uns nach einer kleinen Offroadtour mit meinem Auto, die uns in nahezu autarke Dörfer führte, weiter auf den Weg Richtung Süden nach Sidi Ifni, einem schönen Städtchen in dem sich, wie wir herausfinden sollten, die wahrscheinlich beste Patisserie Marokkos, gleich gegenüber vom alten Kino befindet. In der waren wir auch die kommenden zwei Tage anzutreffen, denn der Wind wollte partout nicht nachlassen.

Für mich ist danach klar, ich möchte weiter in den Süden fahren und die windigen Tage nutzen um Kilometer auf dem langen Weg zu machen. Aitor machte sich auf den Weg in den Norden, wo er die kommenden Tage mit Freunden aus Spanien den Tupkal besteigen möchte. Zwei Tage verbringe ich ausschließlich im Auto und durchquere den größten Teil der Sahara bis nach Daklah. In Daklah angekommen finde ich kurz vor Sonnenuntergang zu meiner Überraschung einen Pointbreak, der einigermaßen läuft. Ich fahr bis an die Wasserkante zieh mich schnell um und spring ins Wasser. Ich bin so dermaßen urlaubsreif!

Ich paddel, steh auf und probiere das Maximum aus einer der wenigen Wellen dieser späten Stunde rauszuholen, als nur wenige Meter von mir entfernt ein noch unbekanntes Lächeln über die Schulter paddelt.

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Post Author
Carlo Drechsel

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