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Die Ruhe vor dem Sturm

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Die Luft ist geladen. Links und rechts schlagen Blitze ein, der Himmel ist schwarz gefärbt. Das Zentrum des Sturms wirkt als ob es sich jederzeit zu einem Tornado entwickeln könnte. Wir befinden uns mitten in der Wüste Mauretaniens. Weit und breit kein Mensch. Abgesehen von der Straße ist das Einzige von Menschenhand gemachte ein Autowrack, welches friedlich vor sich hin verrostet.

Schon bei meinem ersten Surf in Daklah hatte ich mit ihnen Bekanntschaft gemacht. Peter, Österreicher – unterwegs mit einem blauen Mercedes O309D und den Brüdern Elk und Miro aus der Schweiz – unterwegs mit einem zum Camper umgebauten Iveco Transporter. Etwa eine Woche hatte ich mit ihnen, direkt vor einem Pointbreak nahe Daklahs gecampt. In der Zwischenzeit sammelten wir Informationen bzgl. der relativ unklaren Einreisebestimmungen nach Mauretanien und Senegal.  Als wir uns mit einem groben Vorwissen auf den Weg Richtung Süden machten, machten wir uns zugleich auf die Suche nach Wellen. Mit der Hilfe von OpenMaps, Gps, und Gerüchten, kamen wir zu dem Entschluss uns auf zwei Spots zu konzentrieren, die nicht nur vielversprechend aussahen, sondern auch realistisch zu erreichen waren.

Zwei Stunden Fahrt, einem geplatzten Reifen und zwei Strafzetteln später, liegt vor unseren Augen ein riesiges Fischer-Ghetto, in dem mit Sicherheit 2000 Männer in Wellblech-Plastiktüten- Hütten hausen, deren Mülleimer die Düne selbst ist auf der sie ihre Hütten gebaut haben. Am Strand, der von hunderten Booten übersät ist, herrscht reges Treiben, es kommen gerade etwa zwanzig kleine Fischerboote an den Strand gefahren. Ein Zustand der sich über die nächste Stunde, in der wir uns in dem Dorf aufhalten werden nicht verändern wird. Kaum ist ein Boot sicher am Strand, tauchen auch schon die nächsten heimkehrenden Fischer am Horizont auf. Es wohnen ausschließlich Männer in den Hütten – weit und breit keine einzige Frau. Wie das hier alles funktioniert frage ich mich und finde wenig später die Antwort, als ich mit einem der Fischer ins Gespräch komme. Wirklich leben tut hier keiner, erklärte er mir auf erstaunlich gutem Englisch, wir kommen hierher um ein paar Wochen zu arbeiten und danach gehen wir wieder zurück zu unseren Familien. Nach dem Spaziergang durch das „Dorf“ wir waren ausdrücklich angehalten worden, vom ansässigen Militär keine Fotos zu machen, entschließen wir uns weiter zu fahren, da weder an diesem Strand noch am Nachbarstrand eine gute Welle lief. Bevor wir los fahren, schenkt mir einer, der durchweg sehr netten Fischer, einen Oktopus von bestimmt 2 Kilo. Abendessen hatten wir also schon mal. Der zweite Spot war ähnlich wie der erste ein Fischerdorf, jedoch wesentlich kleiner und wesentlich schöner, mit einem Augenscheinlich gutem Set-Up für eine Welle. Jedoch ist der Wind sehr stark und der Tag fast vorbei. Die Fischer eben so nett wie am ersten Spot, schenkten uns mehr Fisch, inzwischen hatten wir mehr als wir eigentlich essen konnten. Am nächsten Morgen, fahre ich mit Peter die Umgebung erkunden. Wir hatten am Vorabend noch einen Abschnitt am Südteil des Strandes ca. 3 Kilometer entfernt angeguckt. Doch bevor wir über Stock und Stein und vor allem Sand dorthin kamen, fing der Wind schon wieder an zu blasen und wir entschlossen uns Surfen in Marokko für dieses Jahr erstmal aufzugeben. Wir machten uns also ohne Umwege zur Grenze Mauretaniens, wo wir am frühen Nachmittag eintrafen – zu spät – wie sich heraus stellen sollte. Während ich es rechtzeitig schaffte die ungefähr 10 Behördengänge zu erfüllen, konnten die Jungs die es vorab nicht hinbekommen hatten sich ein Visum zu besorgen nicht rechtzeitig schaffen. Da ich gerne, zumindest die Strecke bis nach Nouakchott, mit den Jungs im Konvoi fahren wollte, blieb ich die Nacht mit ihnen an der Grenzstation.

Am nächsten Tag, wir hatten die Grenze schnell hinter uns bringen können, machten wir einen Abstecher nach Nouhadibou, wo sich nicht unweit, dass Cap Blanc befindet, welches durchaus interessant zum Surfen aussah. Der Weg dorthin verlief auf schlechten Pisten irgendwo zwischen Militärgeländen und Industrie Anlagen – auch waren wir zwischen zeitlich ohne Grenzübergang auf marokkanischem Terrain gelandet. Letztendlich wurden wir für unser Bemühen belohnt. Am Strand angekommen offenbart sich uns ein Bilderbuch-Panorama, an dessen Ende eine augenscheinlich gute Welle lief. Wir verluden Bords und Mannschaft schnell auf meinen Allrad, der sich durch den Sand mahlte. Nach dem Surf, der mal wieder nicht ganz so gut war wie erhofft, werden wir jedoch überrascht. Peter entdeckt beim klettern an einem Felsen eine schier endlose Menge an Percebes (Man zahlt in Europa gut und gerne mal 70 Euro das Kilo). Das Abendessen hatten wir also schon Mal – wieder. Nach einer ruhigen Nacht am Strand, brechen wir recht früh auf in Richtung Nouakchott, wo wir von massiven und atemberaubenden Unwettern überrascht werden sollten.

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Post Author
Carlo Drechsel

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