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Moslems und Christen. Junge und Alte. Männer und Frauen.

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Moslems und Christen. Junge und Alte. Männer und Frauen. Eine sympathische Konstellation. Doch wenn es ums Geld geht – sind sie alle gleich.

Nach ein paar Tagen in Dakar und zwei vorherigen Tagen Anfahrt, war es Zeit in den Süden zu fahren und sich in der Natur bei guten Wellen zu entspannen. Doch bevor ich los fahre sammle ich noch Osman ein. Der 21 jährige Marokkaner, er hatte mich die Woche zuvor via Facebook kontaktiert, ist quasi ohne Geld bis nach Senegal getrampt und möchte von hier aus weiter Westafrika erkunden. Nach ein paar Tagen mit traumhaftem Surf – treffen wir etwas südlich von Mbour auf Peter und Elk, mit denen ich bereits in Südmarokko und Mauretanien unterwegs war. Leider waren die Wellen bis dahin verschwunden. Nichtsdestotrotz, entschließen wir uns für ein paar Tage an einem ruhigen einsamen Strand zu campen.

Eigentlich wollte ich nur eine Runde am Strand joggen gehen, als ich nach nur wenigen Metern aufgehalten werde. Ob ich nicht ein wenig helfen könnte, bittet mich der mit Abstand älteste Fischer der Gruppe. Er ist mit Sicherheit schon 70, die Haare grau und die Augen milchig. Sie sind aufgeteilt in zwei Gruppen a 5 Personen. Beide Gruppen sind damit beschäftigt mit aller Kraft an einem langen Seil zu ziehen, an dessen Ende ein Netz hängt. Ich packe mit an. Eine halbe Stunde später ist das Netz an Land. Der Fang nicht schlecht – sagen wir 20 Kilo Fisch. Das Netz wieder entwurschtelt und gereinigt, dannkommt es zurück auf das bunte Fischerboot. Diesmal fahre ich mit hinaus. Wir fahren den Strand 100 Meter hoch und übergeben das Seil. Danach fahren wir raus aufs Meer und werfen Stück für Stück Seil und abschließend das Netz aus und fahren wieder Richtung Strand, wo wir das andere Ende Seil übergeben. Während einer der Jungs mit dem Boot draußen bleibt, um das Netz immer wieder aus dem Riff zu befreien, zieht der Rest an den Seilen das Netz an Land. Diesmal, ich bin von Anfang an dabei, dauert es fast 3 Stunden. 3 Stunden, einer Art körperlicher Arbeit, wie sie härter nicht sein kann. Der Körper permanent auf Spannung, das raue Seil reist auf der Haut und immer wieder hängt man sich voll rein und gibt für wenige Sekunden, bei gleichzeitiger Stoßatmung, alles. 3 Stunden lang. Wobei die letzten 20 Minuten wie im Rausch verfliegen, so groß ist die Vorfreunde, die Spannung auf den Fang. Diesmal ist der Fang noch besser als der erste – Mittagspause. Ich laufe schnell zurück, um den geschenkten Fisch weg zulegen, Wasser zu trinken und um die Kamera zu holen. Zurück bei den Fischern gibt es im Schatten der Palme, süßen Tee und gegrillten Fisch. Eine sympathische Gruppe denke ich mir und unterhalte mich ein bisschen mit ihnen. Es sind zwei Frauen, ein Junge, zwei Jugendliche, vier Männer und der Alte – er liegt Abseits und schläft unter einer anderen Palme. Später wird er mir erzählen, dass er müde ist dieser Tage und schnell kraftlos wird. Irgendwie sind sie alle Familie, aber auch irgendwie nicht. Sie sind Moslems und Christen erklären sie, dass wäre hier normal. Probleme zwischen den beiden Religionen gäbe es bei ihnen nicht. Was der Fang wert sei? Mal schauen, er sei nicht schlecht! Am Ende des Tages wenn der Fang verkauft ist, wird der Lohn gleichmäßig unter allen aufgeteilt.

Als die Pause vorbei ist, gehen sie für eine dritte Runde raus. Mir reicht es jedoch und ich verabschiede mich fürs erste, verspreche ihnen aber Morgen wieder dabei zu sein. Nicht ganz uneigennützig, denn nichts schmeckt so gut wie ein hart erarbeitetes Abendessen.

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Post Author
Carlo Drechsel

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